Sonntag, 31. August 2014

Was bleibt am Ende des Tages?

Kaum, dass ich mich versehe, ist schon über ein ganzer Monat seit meinem Blogeintrag vergangen. Gefühlt ist die Zeit nur so verflogen, allerdings merke ich, wie es mittlerweile immer kälter und Abends schneller dunkel geworden ist. Eine Zeit, in der ich sehr kreativ war [theoretisch], aber aufgrund diverser Verpflichtungen nicht immer kreativ sein konnte [Ist-Zustand].
Also, wann schreiben? Einige Schreibratgeber raten dazu, einfach eine Stunde Stunde früher aufzustehen. Da ich regulär um 05:15h aufstehe, würde dies für mich bedeuten, um 04:15 h aufzustehen- mitten in der Nacht! Also für mich absolut nicht machbar, zudem meine grauen Zellen um 4h morgens eindeutig noch im Traummodus sind. 

Aktuell habe ich mein Notizbuch immer dabei und lasse mich von den wechselnden Landschaften und unterschiedlichen Menschen inspirieren. Ich mag es, innezuhalten, während alles um mich herum in Bewegung ist.

Virginia Woolf hat 1929 in ihrem Essay "A room of one's own" geschrieben, dass Schriftstellerinnen ein Grundeinkommen und ein eigenes Zimmer bräuchten, um große Literatur zu produzieren.
Texte redigieren, lektorieren, überarbeiten- das kann ich nur in völliger Stille, da es höchste Konzentration erfordert. Danke, liebe Nachbarn, die ihr regelmäßig noch jede so stumpfsinnige Casting-Show in voller Lautstärke schaut ;-)

Dagegen mag ich es, beim ersten Verfassen von Texten Musik zu hören. Wie kann man Gefühle beschreiben als mit Musik? Wie fasse ich eine Melodie in Worte? Wenn ich schreibe, dass Lucy Brand liebt, woher kann sie wissen, dass er das Gleiche empfindet?

 Neben dem ganzen Arbeiten und kreativen Schreiben lenke ich mich auch gerne ab, wie z.B. mit dem Backen eines Kuchens. Hier das Bild meines Kuchens nach einem Rezept aus der aktuellen Lecker Bakery:




Was bleibt am Ende des Tages? Wollte ich den Blogeintrag nicht schon mittags posten? Kennt ihr das Gefühl, noch unglaublich viel erledigen zu müssen und nur einen Bruchteil dessen geschafft zu haben?

Vielleicht setze ich mich jetzt einfach hin, teile meinen Kuchen mit meinen Lieben und vergesse, dass morgen schon wieder Montag ist.

Alles Liebe,

Eure Mo

[Soundtrack im Hintergrund: Max Herre "Fühlt sich wie fliegen an"  (Guido Craveiro's Matilda Remix)]


Kommentare:

  1. Welcher Schreibratgeber empfiehlt denn, eine Stunde eher aufzustehen? O.o
    Für mich wäre das gar nichts, ich schlafe sehr gern und auch jede Minute, die ich kann :D Trotzdem würde ich gern regelmäßig schreiben. Kennst du noch andere Tipps als Morgens schreiben? :)

    Liebe Grüße :)

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  2. Hallo Miss Duncelbunt :-)
    Hmm, ich weiß leider nicht mehr genau, wo ich diesen Schreibtipp gefunden habe. Es ist nur in meinem Kopf hängen geblieben, dass ich diese Strategie absolut nicht durchführen kann.

    Hier habe ich übrigens noch einen Artikel zum Thema gefunden:

    http://www.schriftsteller-ausbildung.de/wie-finde-ich-zeit-zum-schreiben-teil-1-das-zeittagebuch/#more-1124

    Liebe Grüße
    Mo

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    1. Danke :) Ich werde mal sehen, ob ich wenigstens ein Zeittagebuch auf die Reihe kriege :)

      Liebe Grüße :)

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  3. Der Kuchen sieht total lecker aus :)

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